Die Hausmarke ist seit 1587 belegt, der Ahnherr Gerd Hinrichs wird 1643 zum ersten Mal erwähnt.

Eine Hausmarke (auch "Hauszeichen", "Handgemal") ist mit dem Wappen vergleichbar. Sie ist jedoch sehr viel älter als dieses. Ihrem Wesen nach ist sie ein Sippenzeichen. Im bäuerlichen Milieu kennzeichnete dieses Zeichen den Vollbauern, der sehr privilegiert war.

Die Abbildung unten zeigt die von Dr.h.c.H. Sandstede zusammengetragenen Hausmarken, veröffentlicht 1930.

Die Hausmarke Nr. 51 (unterste Reihe, 3. von links) ist die der Familie Hinrichs aus Wiefelstede.

Ammerländer Hausmarken

Die Hausmarke findet sich auch im oberen Geschoss des Spiekers in Bad Zwischenahn auf einer der Holztafeln, in denen Hausmarken aus dem Ammerland dargestellt werden.

Ahnentafel Z ahn 400

Das Stammhaus der Familie Hinrichs befindet sich im Ortkern von Wiefelstede. Das Foto zeigt das Haus im Jahre 2005 - es befindet sich nicht mehr im Besitz der Familie Hinrichs.

Haus Wiefelstede

August Hinrichs schreibt dazu 1937:

Mitten im oldenburgischen Ammerland, zwischen Eichenwäldern, Weiden und Äckern, liegt das uralte Kirchdorf Wiefelstede. Es ist nicht groß, in unregeläßigen Haufen drängen sich die Höfe nachbarlich eng zusammen, alle nach Niedersachsenart gebaut mit niedrigen Mauern und möchtigen Strohdächern, die sich grau und verwittert unter hohen Baumkronen verstecken.
Hier steht das alte "Hinnershus", das Stammhaus der Hinrichs, als eins der ältesten Häuser des Dorfes. Im Unterlag neben dem Herdfeuer fand sich unter einem öchtigen Eichenbalken die Jahreszahl 1587, erhaben aus dem vollen Holz herausgeschnitzt. aus derselben zeit stammt die Hausmarke des Hofes, zwei nebeneinanderstehende Wlfsangeln, die älteste Hausmarke des Ammerlandes.
In diesem alten Haus ist mein Vater geboren, wie vor ihm Großvater und Elterväter geboren und abwechselnd auf die Vornamen Gerd, Diedrich oder Hinrich getauft wurden, in endloser Kette. Was vor diesem Haus jenseits der Jahreszahl 1587, gewesen ist, bleibt dunkel....
Auch das alte Hinnershus hat sich gewandelt. Vetter Gerd, der Erbhofbauer, hat viel Ödland kultiviert und seinen Viehstapel gewaltig vermehrt. Da wurde das alte Haus freilich zu eng - ein geräumiger Stall steht rechtwinklig daneben und sieht mit seinen mächtigen Mauern und seinem breiten Ziegeldach fast ein wenig mitleidig auf das grünschimmelige Strohdach hinab....

Quelle: Will Vesper (Hrsg.):"Die neue deutsche Literatur", 1937

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