13. Oktober – Tag 1 und 2
Unser erster Tag war die Anreise von Oldenburg – Bremen – München bis San Francisco. Am zweiten Tag fuhren wir
Unser erster Tag war die Anreise von Oldenburg – Bremen – München bis San Francisco. Am zweiten Tag fuhren wir
ESTA Heute haben wir die Reisegenehmigung beantragt und nach Zahlung einer Gebühr von jeweils 14 Euro auch erhalten. Darum geht
Heute geht es zurück. Was bleibt, sind verschiedene Eindrücke.
Da ist der Eindruck von Verfall. Nichts ist so wie es scheint, überall bröckelt es. Man kann keinen Fuß auf die Straße setzen, ohne dass man genau schaut, wo man ihn hinsetzt, denn die Fußwege sind voller Stolperfallen – Gewegplatten, die zerstückelt sind, zum Teil fehlen oder gar ganze Löcher, in denen man sich gleich den Fuß brechen würde.
Die meisten Häuser haben ihre besten Zeiten hinter sich, aber es gibt natürlich auch schöne Viertel. Da ist zum Beispiel Belgrano mitten im Herzen von Buenos Aires.
Colonia del Sacramento wurde in den letzten Tagen des Januar 1680 durch Don Manuel Lobo, Gouverneur von Rio de Janeiro, im Auftrage des Prinzregenten Pedro II. von Portugal, gegründet. Pedro II. wollte an der Küste des Río de la Plata einen Brückenkopf zur Verteidigung seines Reiches anlegen lassen.
>Diese Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. So haben wir auf dieser Reise ein weiteres Land Südamerikas, nämlich Uruguay besucht und ein nach den Wasserfällen in Iguazu ein weiteres Weltkulturerbe gesehen. Das kann sich sehen lassen, oder?
Was macht ein Porteño (Einwohner von Buenos Aires), wenn er nicht arbeitet? Er flieht aus der Stadt!
Entweder hat man einen Country-Club, in dem es alles gibt: Tennis-Anlage, Golf-Platz, Swimming Pool, Reitanlage etc. oder man fährt in die Nachbarschaft ins Grüne. Hier hat man mehrere Möglichkeiten, entweder fährt man mit dem Zug nach Tigre, eine hübsche Stadt auf einer Insel im Paraná Delta, die nur 30 km entfernt liegt. Die andere Möglichkeit: man fährt mit einer Fähre etwa 40km über den Rio de la Plata auf die andere Seite nach Uruguay und besucht hier das malerische Städtchen Colonia del Sacramento.
Letzters haben wir gemacht.
Feiertag in Argentinien – der “Tag der Gerechtigkeit und Wahrheit“. Tipp von Henrike: wir sollten unbedingt die Buchhandlung in einem alten Theater, dem El Ateneo, besuchen. Es liegt an der Avenida Santa Fee, nicht weit von unserem Hotel entfernt. Zur Erinnerung an diese eindruckvolle Straße machte ich gleich noch ein paar Fotos, fast ganz ohne Autos!
Ein Regentag! Empfehlung: besucht das Teatro Colón. Es handelt sich dabei um die bedeutendste Opernbühne Lateinamerikas, an dessen Bau vier verschiedene Architekten nacheinander tätig waren. Es wurde am 25. Mai 1908 eröffnet. Eine Führung kostet für Touristen 60 Pesos – überall gab es unterschiedliche Eintrittsgelder: für Touristen, für Südamerikaner aus Brasilien oder Uruguay und für Argentinier. Unser Preis war der höchste – aber man muss das ja immer durch 5 dividieren!
Die englischsprachige Führerin machte uns darauf aufmerksam, dass wir nur unten im Foyér fotografieren dürften, nicht im Gebäude. Allerdings konnten wir später im Saal selbst noch einige Fotos von dem neuen Bühnenbild machen.
Da mir ja nun definitiv meine Videokamera gestohlen wurde, benötige ich für die Versicherung ein polizeiliches Protokoll. Dass dieses Unterfangen einen ganzen Tag einnehmen würde, hätte ich jetzt nicht gedacht. Nachdem fest stand, dass die Kamera nicht im Hotelzimmer liegen geblieben war, sondern wirklich gestohlen, suchten wir im Internet zunächst einmal nach einer Adresse:
Fremden- und Touristenpolizei – so etwas gibt es hier tatsächlich. Ein Anruf dort ergab, dass es ein eigenes Polizeirevier für U-Bahn-Diebstähle gibt, dort sollten wir hinfahren (mit der U-Bahn) und den Fall dort aufnehmen lassen. Reaktion unserer Tochter: Da fahre ich nicht hin. Das liegt in einem Stadtviertel, das man lieber nicht betreten sollte und da wird man gleich abgestochen, wenn man nach Tourist aussieht – und das tut ihr! Also was nun?
Die Assoziation La Boca und Fußball ist sofort bei allen Sport-Fans vorhanden.
Doch La Boca ist noch mehr!
Einst das Hafenviertel von Buenos Aires, heute Touristen, Tango, Schlepper – Nepper – Bauernfänger. Aber ganz so einfach ist das nicht, wie wir erfahren haben. Wir nähern uns dem Stadtviertel über den Hafen Puerto Madeiro an. Gingen im weiten Bogen am einzigen Naturreservat von Buenos Aires entlang – Montag, heute geschlossen! So etwas gibt es auch – ein geschlossenes Naturreservat. Am Wochenende ist hier viel los: lauter Stände mit typisch argentinischen Speisen und es ist immer noch ein Treffpunkt für “normale” Einwohner der Stadt.Jeder Stand bietet hier Parrillada an, eine Spezialität aus gegrilltem Fleisch, Innereien und Würstchen.
Puerto Madero ist das Hafenviertel von Buenos Aires – vergleichbar mit der Hafencity in Hamburg. Hier entsteht seit den 90er Jahren ein ganz neues Geschäftsviertel, alles ist blank geputzt und erinnert nicht an Südamerika.An der Neugestaltung haben international bekannte Architekten mitgewirkt, darunter Santiago Calatrava, Norman Foster, César Pelli und Phillippe Starck. Puerto Madero hat sich seitdem zu einem der trendigsten Viertel in Buenos Aires entwickelt und ist Anziehungspunkt für junge und alte Menschen gleichermaßen. Der Anstieg der Immobilienpreise zog auch ausländische Käufer an, vor allem im Premiummarkt.