Argentinien 2011 Texte

Tangoshow

Liest man etwas über Buenos Aires, ist das Thema Tango sofort greifbar. Für uns war es allerdings nicht so naheliegend, da im allgemeinen Sightseeing-Großstadt-Getümmel der Tango nicht präsent war. Auf den Märkten in San Telmo und in Recoleta hatten wir Tangofiguren gesehen und in San Telmo erklang er auch aus einer Bar.

Henrike hat jedenfalls dafür gesorgt, dass wir auch zum Thema Tango etwas erleben konnten, nämlich eine Tangoshow!

Im Werbetext heißt es, dassTango Porteño die goldenen 40er Jahre wieder auferstehen lässt, in der der Tango in Argentinien eine große Leidenschaft war. Man reist durch die Zeit der glorreichen Tage von Buenos Aires, als der Tango so beliebt war, das er überall in der Stadt gelebt wurde.

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Ein “richtiges” Steak

Schon bei unserer Ankunft im ersten Hotel hatte man uns gesagt, dass man in das “La Cabrera” gehen müsse, wenn man “richtiges” argentinisches Steak essen wolle. Aber ohne Voranmeldung war das nicht möglich. Also hatte Henrike, noch bevor wir nach Iguazu flogen, einen Tisch für uns in diesem Restaurant bestellt. Und das stand für heute Abend an. Gut, dass der Flug noch stattgefunden hatte und wir unser neues Hotelzimmer (ein Appartement mit Selbstversorgung) so schnell bezogen hatten.

Für uns kaum zu glauben: die Argentinier essen ab 21 Uhr. Gute Lokale sucht man bis 20:30 auf, auch wenn man einen Tisch bestellt hat. Dann steht man dort und wartet, bis man aufgerufen wird, nachdem man sich vorher angemeldet hat. Wer keinen Tisch bestellt hat, kann sich auf einem Flipchart auf der Straße in eine Liste eintragen und hat später eine Chance, wenn die Gäste von 21:00 gegessen und das Lokal verlassen haben! Das folgende Bild zeigt diese Situation:

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Kein Rückflug!

Ja, das hätten wir nicht gedacht. Alles gut geplant: Koffer im Taxi, nach San Ignacio Mini und zurück und dann das: wegen technischer Probleme verkündete uns man um 21:30 hätte es eine Verzögerung gegeben und die Crew wäre nicht mehr bereit gewesen, uns nach Buenos Aires zurückzufliegen!

Für uns ja nicht ganz so schlimm, obwohl wir ja alles minutiös geplant hatten, aber es gab Reisende, die jetzt ihren Anschlussflug in andere Reiseziele verpassten und recht verzweifelt waren! Nach einem kleinen Tumult –  man kennt das ja aus dem Fernsehen – gab es dann folgendes Arrangement: wir würden jetzt zu einem Hotel gefahren und bekämen dort etwas zu essen, würden dort schlafen und am nächsten Morgen um 9 Uhr ginge es weiter.

Ja, was blieb uns anderes übrig? Wir waren zwar hundemüde – es war ja ein anstrengender Tag gewesen -, aber wir wollten das Beste daraus machen. Es wurden zwei Busse gestellt, die jeweils Flugpassagiere zu zwei unterschiedlichen Hotels brachten. Unseres sah schon von außen sehr gut aus!

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Die Mine Wanda

Um 21:30 geht unser Flug – um spätestens 12:00 müssen wir auschecken! Was sollen wir mit dem ganzen Tag anfangen? Henrike und ich haben von Jesuiten-Siedlungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert gehört und gelesen. Sollen wir uns das ansehen? Mein Reiseführer legt uns das nahe. Also gut, am Tag zuvor haben wir erfahren, dass wir mit dem Taxi dorthin fahren können – es wären 2,5 Stunden Fahrt hin und 2,5 Stunden Fahrt zurück! Na gut, wenn wir eines heute haben, dann ist das Zeit!
Wir packen unsere Sachen in Ruhe und haben den Taxifahrer für 12:15 bestellt. Er ist superpünklich und will für die ganze Fahrt nur 120 Euro haben!
Auf dem Hinweg fragt uns der Taxifahrer (das heißt, er spricht mit Henrike, da sie ja spanisch kann!), ob wir nicht auch die Mine Wanda sehen wollten, die liegt ja auf dem Weg. Das wollten wir, und es ist kaum zu glauben, was wir dann besichtigt haben:

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Jesuiten-Reduktion

Die Jesuitenreduktion San Ignacio Mini gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Hier wohnten einst über 4500 Menschen. Gegründet wurde die Ansiedlung von San Ignacio 1610 in Guairá in Brasilien. Doch dort trieben wenig später Sklavenhändler ihr Unwesen, so dass die Ansiedlung 1696 an die heutige Stelle verlegt wurde. Mitten im Urwald, erbaut von Guaran´, bis die Jesuiten im Jahr 1767 vom spanischen König vertrieben wurden, weil diese sich ihm entgegenzustellen wagten.

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Der Jesuitenorden wollte die Guaraní vor der Ausbeutung durch die weiße Oberschicht und vor Sklavenjägern schützen Mit den Jesuitenreduktionen schufen sie die ersten Indianerreservationen Amerikas. Diese geschützten Siedlungen durften nur durch Guaranì sowie die Jesuiten und geladene Gäste betreten werden; sie unterstanden nicht der Rechtsprechung der Kolonialregierung, sondern waren nur der spanischen Krone (formal) unterworfen. Die Konflikte mit den Kolonialbehörden und Großgrundbesitzern führten jedoch 1767 auf Befehl des spanischen Königs Karl III. zur Vertreibung der Jesuiten aus den spanischen Gebieten Lateinamerikas und zur Aufhebung der Jesuitenreduktionen.

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Beeindruckende Wasserfälle!

Die Argentinische Seite der größten Wasserfälle der Welt fuhren wir mit dem Bus an – auch wieder ein Abenteuer für sich. Im Terminal an der Hauptstraße in Port Iguazu erkundigten wir uns nach dieser Fahrt und erstanden unsere Tickets für einen Spotpreis (viel billiger als Taxifahren!). Daraufhin mussten wir zu der angegebenen Stelle gehen, immer schon ein Unterfangen bei den Temperaturen hier. Die Busfahrt selbst war angenehm und dauerte dann auch nicht lange (etwa 25 Minuten). Die Endhaltestelle war auch gleichzeitig der Eingang zum Park, für den wir einen Eintritt von 37 Pesos pro Person zahlen mussten – das kommt einem immer zu viel vor, zumal die Einheimischen nur 7,50 Pesos zahlen müssen. Aber man muss immer an den Umrechnungsfaktor denken – im Endeffekt sind es ca. 11 Euro!

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Brasilianische Seite der Wasserfälle

Wir haben nichts ausgelassen Winken – am ersten Tag ließen wir uns mit dem Taxi nach Brasilien fahren! Das ist durchaus erschwinglich und es war, allein schon wegen der Grenzformalitäten, die einfachste Möglichkeit zu den Wasserfällen zu kommen.

Zur Information: die Wasserfälle kann man von der brasilianischen und der argentinischen Seite aus sehen. Es wird empfohlen, zunächst die brasilianische Seite (in der Karte links) zu entdecken, was wir durchaus unterstützen können. Man sehe sich nur die folgenden Fotos an:

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Auf nach Iguazu

Damit wir nicht immer nur in Buenos Aires sind und auch etwas Nettes mit unserer Tochter zusammen machen, haben wir einen Flug und Aufenthalt in Iguazu gebucht. Iguazu liegt im Dreiländereck Paraguay, Brasilien und Argentinien. Der Fluss hat hier sehenswerte Wasserfälle und wird auch aufgestaut (Kraftwerk). Mit uns kam eine Freundin von Henrike, Sofia. So waren wir zu viert und hatten viel Spaß. Aber zunächst einmal der nächste Kulturschock: Iguazu! Es ist ein kleiner Ort im Dschungel mit wenig Komfort. Mir kam es wieder einmal vor wie in der Dritten Welt:es gibt hier Kinder die auf der Straße leben und vom Betteln leben einseits und dann wiederum tolle Restaurants für die Touristen – größer können Gegensätze nicht sein.

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Hundeausführer und Cartoneros

Auf einem Spaziergang durch Palermo bis nach Ricoletta gewannen wir viele Eindrücke dieser riesigen Stadt. Vor uns überquerte ein Hundeausführer die Straße. Er lebt davon, tagsüber Hunde von verschiedenen Besitzern abzuholen und mit ihnen in einen Park zu gehen. So müssen die armen Hunde nicht warten, bis Frauchen und Herrchen wieder zu Hause ist, sondern können mit Artgenossen zusammen einen Park genießen. Unterwegs fuhr ein Pferdefuhrwerk an uns vorbei – das gehört sogenannten Cartoneros, Leuten aus der armen Unterschicht, die nachts den Müll durchsuchen und Kartons und Papier aussortieren, um dies dann zu verkaufen. Der Gewinn aus dieser harten Tätigkeit ist zwar gering, aber er muss für viele Leute ausreichen. Früher gab es Züge, die von außen in die Stadt fuhren, mit denen die Cartoneros in die Stadt kamen. Doch die Regierung

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Berühmte Kultur – Avenida de Mayo

Wer in Buenos Aires ist muss natürlich den Palacio Borolo an der Avenida de Mayo gesehen haben. Es wurde vom italienischen Architekten Mario Palanti für den Geschäftsmann Luis Barolo entworfen und hat sehr viele Balkone, Schmuckgesimse und verschiedene Fensterbögen. Mit 100m Höhe war es bei der Einweihung 1923 das höchste Gebäude der Stadt. Innen setzt sich die Ornamentierfreude in der Eimpfangshalle fort. Der Blick von der Kuppel woll spektakulär sein,

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